• FC53 Fast Cruiser

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  • FC53 Fast Cruiser by Knierim Yachtbau

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  • FC53 #2 Probesegeln

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  • FC53 Fast Cruiser KIWI SPIRIT II
  • FC53 Fast Cruiser KIWI SPIRIT II
  • FC53 Fast Cruiser KIWI SPIRIT II
  • Steffen Müller, Catherine und Stanley Paris, Gunnar Knierim bei der Taufe der KIWI SPIRIT II
  • Stanley Paris (re.) bedankt sich bei Knierim-Projektleiter Jens Langwasser (li.)
  • Stanley Paris blickt stolz und glücklich auf seine KIWI SPIRIT II
  • FC53 #2 - Pures Segelvergnügen
  • FC53 #2 - erstes Probesegeln vor Kiels Kreuzfahrtterminal
  • FC53 #2 - auf der Kieler Innenförde
  • FC53 Fast Cruiser im Kran beim ersten Zuwasserlassen
  • FC53 #2 - Ab ins Nass
  • FC53 #2 - erstmals im Wasser
  • FC53 #2 - großes Cockpit, sehr funktionell ausgestattet

Grandioser Sieg der VARUNA beim Round Britain and Ireland-Race 2014

Alles nass – so die lapidare Zusammenfassung VARUNA-Crew über die ersten beiden Tage der Round Britain-Regatta. Die Ausläufer des Hurrikans Bertha hatten nicht nur für eine Startverschiebung für die 28 teilnehmenden Yachten um 21 Stunden und die Festlegung des Kurses auf die Rundung der Insel gegen den Uhrzeigersinn gesorgt, sie beeinflussten auch noch die ersten Tage der prestigeträchtigen 1800 Seemeilen-Regatta. Das ermöglichte aber auch eine außergewöhnlich schnelle Reise, so dass am Ende diverse zum Teil jahrelang bestehende Rekorde gebrochen wurden.

Die bei Knierim Yachtbau in Kiel gebaute VARUNA ging von Beginn an in Führung in ihrer Klasse IRC Zero und es zeigte sich, dass Jason Ker für den folgenden langen Reach-Kurs genau das richtige Boot gezeichnet hat. Bei sieben bis acht Windstärken, in Böen sogar mehr, pflügte VARUNA mit enormer Geschwindigkeit, ständig um die 20 Knoten, durch die aufgewühlte Nordsee. Reichlich Duschen gab’s gratis, alles war nass und an Schlaf war kaum zu denken. Das ist Segeln am Limit für Mensch und Material und Hochseesegeln ganz nach dem Geschmack des Hamburger Eigners, ganz besonders, wenn die gut eingespielte und erfahrene Crew alles im Griff hat und das Material bis auf Kleinigkeiten hält.

Glück hatte VARUNA an der nördlichsten Bahnmarke: sie erreichte die Shetland-Inseln noch mit achterlichem Wind während die nachfolgende Konkurrenz - in Klasse IRC Zero die beiden deutschen Yachten HASPA HAMBURG und BANK VON BREMEN - etliche Meilen kreuzen musste.

Das bedeutete aber auch wieder achterlichen Wind für die VARUNA bei südwestlichem Kurs Richtung Irlands Westküste. Sonnenschein trocknete Crew, Klamotten und Schlafsäcke. Der Wind hatte inzwischen etwas nachgelassen, die See war auf dem Atlantik deutlich glatter als auf der Nordsee und VARUNA machte weiter guten Speed.

Der achterliche Wind hielt auf dem weiteren Kurs durch und so konnte auch die „landschaftlich schöne Strecke“ mit Blick auf die wunderschöne irische Felsenküste genossen werden. Erst als das Ziel schon näher rückte wurde es noch mal ungemütlich und auf den letzten acht Meilen vor Southampton mussten tatsächlich ein paar Kreuzschläge gefahren werden.

Nach sechs Tagen, drei Stunden, zehn Minuten und 32 Sekunden und 1889 gesegelten Meilen überquerte eine überglückliche Crew die Ziellinie. Ein hartes Stück Arbeit lag hinter den zwölf Seglern, aber „das Boot hat gehalten“, freut sich Crew-Mitglied und Werftchef Gunnar Knierim und ergänzt: „Ein paar Segel sind weggeflogen, aber zum Glück alles welche, die wir nicht mehr brauchten. Sonst hätte das Ergebnis sicher anders ausgesehen.“

Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von knapp 13 Knoten war VARUNA nicht zu schlagen, weder in ihrer Gruppe noch von irgendeiner anderen IRC-Yacht. Nach berechneter Zeit kam die Imoca 60 ARTEMIS mit ca. 10 Stunden Rückstand auf Platz 2 in der IRC-Gesamtwertung gefolgt von der drittplatzierten Volvo 70 MONSTER PROJECT nochmals ca. 10 Stunden dahinter. Platz 4 und 5 in der Gesamtwertung ging an die ebenfalls in Gruppe IRC Zero gestarteten deutschen 53-Füßer HASPA HAMBURG und BANK VON BREMEN mit einem Rückstand nach berechneter Zeit von zweieinhalb bzw. über drei Tagen.

Als nächstes steht für die VARUNA das Middle Sea Race mit Start und Ziel auf Malta auf dem Programm bevor es von Gran Canaria aus über den Atlantik geht.