• Botin 65 CARO by Knierim Yachtbau
  • Botin 65 CARO gebaut bei Knierim Yachtbau
  • Botin 65 CARO by Knierim Yachtbau
  • Botin 65 CARO by Knierim Yachtbau
  • Botin 65 CARO by Knierim Yachtbau
  • Botin 65 CARO by Knierim Yachtbau
  • Botin 65 CARO by Knierim Yachtbau
  • Botin 65 CARO by Knierim Yachtbau
  • Botin 65 CARO by Knierim Yachtbau

CARO - Botin 65 IRC Racer

Schlichte Eleganz in silber und weiß mit dezenten Akzenten aus Holz – so präsentiert sich die zweite CARO aus dem Hause Knierim. Ihr enormes Geschwindigkeitspotenzial lassen die Linien und das Deckslayout vermuten, ebenso wie der Name der renommierten Designer Botin Partners aus dem spanischen Santander.

Konzipiert wurde die auf den Namen CARO getaufte Yacht als Regattaboot für die bekannten Langstreckenrennen auf den Ozeanen dieser Welt. Dennoch sollte sie auch für Touren geeignet sein und sie sollte in beiden Fällen von einer kleinen Crew zu segeln sein. Leichtgewichtig und leicht zu segeln waren also die Vorgaben. Das Gewicht von nur 16,7 Tonnen bei einer Schiffslänge von 20 Metern und einer maximalen Breite von 5,20 Metern wurde durch den Einsatz von modernsten Baumaterialien erreicht. Die Sandwich-Konstruktion für Rumpf und Deck besteht aus Carbon Prepregs mit einem Schaumkern. Eine Bauweise, die sich auch schon bei der Ker 51 VARUNA und der STP 65 CONTAINER bestens bewährt hat.

Auch die strukturellen Teile des Innenausbaus bestehen aus Carbon Sandwich. Die sichtbaren Flächen sind weiß lackiert, nur die wenigen Möbelteile wie Schubladen und Schränke in der Pantry sowie Türen und Fächer in Salon, Eignerkabine und Nasszellen sind mit edlem Furnier aus Cocobola belegt. Sie verleihen dem Interieur einen sehr eleganten und warmen Akzent und harmonieren hervorragend mit den grauen Polstern. Dass auch die Spüle, Waschbecken und Waschtische sowie die WCs aus Carbon sind, versteht sich von selbst. Die klarlackierten Teile setzen einen weiteren Kontrast zum vornehmen Weiß.

Die Innenaufteilung der CARO ist schlichtweg funktional. Der Eigner kann es sich in seiner geräumigen Vorschiffskabine mit angeschlossenem Bad mit WC und Dusche gemütlich machen. Nach achtern schließen sich an backbord eine Crewtoilette, an  steuerbord eine geräumige Dusche für die Crew an. Dahinter liegt der Salon mit dem auffälligen Kielkasten aus klarlackiertem Carbon. Bequeme Sitzbänke, die auch als Kojen fungieren können, bieten jede Menge Platz zum Ausruhen. Pantry und Navigationsecke sind direkt am Niedergang angeordnet. Ganz traditionell verfügt der Navigationsbereich über einen Kartentisch. Darauf steht ein Monitor, auf dem alle Navigationsdaten, die vom Zeus-Plotter im Cockpit ausgegeben werden, zu sehen sind. Daneben dient er als typischer Computerbildschirm. Auch die Pantry ist traditionell bestückt mit Spüle, Kühlschrank und Gasherd.

In den Durchgängen nach achtern befinden sich die Crewkojen. Zentral unter dem Cockpit liegt der Maschinenraum, in dem die Hauptmaschine, ein 110 PS Volvo  D3 Diesel, sowie ein zweiter Dieselmotor und das Hydrauliksystem untergebracht sind. Der auf Langstreckenrennen unverzichtbare Watermaker steht achtern unter dem Cockpit.

Die Hydraulik an Bord bedient den Hubkiel und ist für die leichte Segelbedienung zuständig. So können Winschen, Achterstag, Traveller, Baumniederholer, Rollreffanlage und Genuaholepunkte hydraulisch betrieben werden. Für das Tourensegeln und Überführungen kann ein Rollbaum montiert werden, für Regatten steht ein herkömmlicher Baum zur Verfügung.

Als Segelgarderobe erhielt die CARO die neueste Entwicklung von Doyle Sailmakers. Rein optisch sind die Carbonfasern in den Segeln eine perfekte Ergänzung zum weißen Mast und silbernen Rumpf.

Das 4-Saling-Rigg besteht ebenfalls aus Carbon und ist wie der Baum weiß lackiert. Um Gewicht im Topp zu sparen entschied man sich für textile Wanten. Das Deckslayout ist klar und übersichtlich. Die Fallen laufen verdeckt nach achtern ins riesige Cockpit, das viel Platz für schnelle Manöver bietet. Die insgesamt 6 Winschen sind sinnvoll angeordnet. Der Steuermann kann zwischen 2 Steuerständen mit Carbon-Rädern wählen. Doch die Yacht hat nicht nur 2 Steuerstände, sondern auch 2 Ruderblätter, die auf Halbwindkursen für eine bessere Kontrolle der Yacht sorgen sollen. Sicherlich ist es unnötig zu erwähnen, dass auch die Ruderkoker und –blätter aus Carbon sind.

Der dezente Aufbau ist in Rumpffarbe silber lackiert, alle anderen Flächen an Deck sind mit einem 6 mm starken Teakdeck belegt. Auch die Luken, die nicht als Lichtquelle dienen, sind mit Teak belegt, was den Eindruck eines klaren, freien Decks noch verstärkt. Sehr dezent wirkt die graue statt üblicherweise schwarze Vergussmasse zwischen den Teakstäben.

CARO ist eine Schönheit von schlichter Eleganz – auffällig nur der extrem breite „Hintern“.

Was sie wirklich zu leisten vermag, wird sie bei den kommenden Regattaeinsätzen in den schönsten Segelrevieren dieser Welt zeigen. Wir sind gespannt.