• B60 UCA by Knierim Yachtbau
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UCA - 60' Daysailer

Die im Juni 2009 getaufte UCA ist bereits die zweite Segelyacht des italienischen Designers Luca Brenta, die von Knierim Yachtbau in der Werfthalle am Nordostseekanal in Kiel gebaut wurde. Die Brenta 60 lädt mit dicken Polstern auf geschwungenen Süllbänken auf dem nach achtern offenen Cockpit zum Verweilen ein. Im hochmodernen Interieur überwiegt bei den Möbeln die Farbe Weiß, einen Kontrast dazu bildet der braune Wengeboden.

Die für Tagestörns konzipierte UCA ist trotz ihrer Größe von 18,62m auch mit einer kleinen Crew von zwei Personen oder sogar allein zu manövrieren, denn der Großteil des Equipments lässt sich mit Hilfe von Hydraulik und Elektroantrieb bedienen.

Ein Schiff wie ein Designerstück – formschön und präzise, rassig und doch dezent, eine hochmoderne wie zeitlose Eleganz. Die Brenta 60 ist für Tagestörns konzipiert und trotz ihrer Länge von 18,62 Meter bei einer Breite von 4,28 Meter auch mit einer kleinen Crew von zwei Personen oder sogar allein zu manövrieren. Der Eigner ist hellauf begeistert: „Ein schlichtweg grandioses Boot!“ 

Und das untermauern auch die bisherigen Erfahrungen. Mit einer behänden Leichtigkeit gleitet die Yacht bei schwacher bis mäßiger Brise über glattes Wasser. Dass die Brenta 60 auch deutlich ungemütlichere Bedingungen wegsteckt, liegt am Verhältnis von acht Tonnen Kielballast zu 13,5 Tonnen Gesamtgewicht. Das hohe aufrichtende Moment genügt einem Regattaracer. 

Doch das Konzept ist ein ganz anderes. Vorbei ist die Zeit, da muskelbepackte Mastmänner das knapp 130 Quadratmeter messende Großsegel setzen. Knopfdruck heißt das Prinzip. An Bord geht das Meiste mit Hilfe von Hydraulik und Elektroantrieb vollautomatisch. Auch das 73 Quadratmeter große Vorsegel ist als Rollfock aus dem Cockpit zu bedienen. Mit zweiköpfiger Crew segelt sich die „UCA“ komfortabel, auf raumen Kursen auch mit Gennaker. Und schnell natürlich, das könnte gar nicht anders sein. 

Rumpf und Deck (Formbau per Fünf-Achs-Fräse) sowie die Struktur wurden in hochwertiger Karbon-Pre-preg-Technologie über einen Schaumkern unter Vakuum angefertigt und bei 85 Grad Celsius gebacken. Dadurch entstand ein extrem leichtes und steifes Boot, das entsprechenden Segelspaß garantiert mit der Zielsetzung Genuss und Freude am Kurztörn. 

Das Auge wird auch beim zweiten Blick weiter verwöhnt. Nicht nur das saubere Teakdeck, sondern auch Cockpitboden und -bänke – ebenfalls aus Teak gelegt – scheinen gänzlich frei von störenden Beschlägen, Absätzen und jeglichen Stolperfallen. Fallen, Strecker und sogar der Traveller sind versteckt. 

Der Aufenthalt an Bord soll so angenehm wie möglich sein. Das geräumige, nach achtern offene Cockpit lädt mit dicken Polstern auf geschwungenen Süllbänken zum Verweilen ein. Der Wein kommt perfekt temperiert aus dem Weinkühler, womit wir in der großzügig gestalteten Pantry unter Deck angekommen sind. Das Neon-Interior ist weiß bei ebenfalls silbergrauer Polsterung und einem Kajüttisch mit Kirschholzplatte, auf dem stolz der Bootsname UCA eingearbeitet ist. Der Boden in Wenge Braun bildet einen wohltuenden Kontrast. 

Die Eignerkabine liegt im Vorschiff inklusive einer eigenen Nasszelle. Diese haben auch die beiden Achterkabinen. Der hochwertige Navigationsbereich protzt nicht vor unnötigem Technik-Schnickschnack, sondern unterliegt strikter Funktionalität. 

Besonders pfiffig: Äußerlich hat die Brenta 60 scheinbar gar keine Fenster. Die dunkelglasigen Ausstellluken, die für gedämpften Lichteinfall und Frischluft sorgen, befinden sich quasi im zweiten, inneren Kajütdach, das unter einer Art Außenhaube verborgen ist. Damit betonen die Konstrukteure einerseits das fließende Gesamtdesign. Andererseits verhindern sie, dass sich Schoten, Festmacher oder anderes Tauwerk irgendwo verhaken können, und schützen die Öffnungen jederzeit vor Spritz- und Regenwasser. 

Unterm Strich ist dieses Schmuckstück aus Kiel echter Hingucker. Es verkörpert Modernität und eine Richtung, die längst nicht mehr mediterranen Revieren vorbehalten bleiben dürfte.